Rezension | Zwischen dir und mir die Sterne - Darcy Woods


Zwischen dir und mir die Sterne | von Darcy Woods | Verlag: Fischer Sauerländer | erschienen am 25.08.2016 | Übersetzer: Astrid Becker | Hardcover | 384 Seiten | 16.99€ (D) Kaufen?



Wil hat genau 22 Tage, um den Richtigen zu finden. 22 Tage, in denen die Sterne für sie günstig stehen, bevor ihr Liebesglück sich für die nächsten zehn Jahre zu verabschieden droht. Der Countdown läuft: Hals über Kopf und sehr beherzt stürzt Wil sich in das Abenteuer ihres Lebens - und dann stehen auf einmal gleich zwei Richtige vor ihr. Grant bringt ihr Herz zum Leuchten. Und sein Bruder Seth legt ihr seines zu Füßen. Seth ist der Richtige, sagen die Sterne. Grant fühlt sich aber richtiger an, sagt Wils Herz. Nach nervenaufreibenden romantischen Turbulenzen weiß Wil dann aber endlich, wen sie wirklich will. (Quelle: Verlag)

Mit Zwischen dir und mir die Sterne hat mich der Fischer Verlag ziemlich angefixt. Will ist hin und hergerissen zwischen zwei Brüdern und das klang für mich nach einer ziemlich guten Geschichte und nach dem Lesen stellte sie sich sogar noch als besser heraus, als ich es gedacht hätte. Darcy Woods Roman nimmt den Leser völlig in den Bann und lässt ihn nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

„[…] Weißt du eigentlich, dass du die Zunge aus dem Mundwinkel streckst, wenn du dich konzentrierst?“ Natürlich weiß ich das, aber ich kann jetzt gerade keine siebzehn Jahre alten Angewohnheiten ändern. – S. 143

Besonders toll fand ich Wil und die Entwicklung, die sie durchmacht. Sie hängt noch immer sehr an ihrer verstorbenen Mutter und da diese besessen von der Sterndeutung, der Astrologie war, tut Wil es ihr nach und lebt ihr Leben strikt nach dem Horoskop. Und durch dieses merkt sie auch, dass sie nur noch 22 Tage hat, um den richtigen Jungen zu finden. Um sich zu verlieben. Und dann steht da plötzlich Seth vor ihr und die Sternzeichen der beiden könnten besser nicht passen. Doof nur, dass Wil vorher Grant kennengelernt hat. Er ist Seths Bruder und passt vom Sternzeichen her so gar nicht zu Wil. Und dennoch geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Wil war zu Beginn des Buches sehr auf die Sterne und ihre Mutter fixiert und das hat mich mehr als einmal ziemlich wütend gemacht. Denn es hat sie blind gemacht gegenüber Dingen, die im Leben wichtig sind. Auf der anderen Seite war Wils Art zu Beginn des Buches aber auch unbedingt notwendig um eine enorme Entwicklung von ihr konstruieren zu können. Die war es auch, die mir letztendlich an Wil besonders gut gefallen hat und zuletzt war sie ein Charakter, den ich sehr gerne zu meinen Freunden zählen würde. Was mir an ihr auch sehr gut gefallen hat war, dass sie nicht das typische schlanke und sportliche Mädchen ist, das man in den Protagonistinnen viel zu oft erwartet und letztendlich auch bekommt. Hinsichtlich ihrer Figur, ihres Äußeren und ihres Kleidungsstils ist Wil etwas ganz besonderes. Auch ihre Großmutter habe ich sehr ins Herz geschlossen und natürlich schlägt mein Herz für Grant, der von Darcy Woods auch ganz wundervoll entworfen wurde. Ich würde ihm Seth jederzeit vorziehen und bin gespannt, wem von euch es genauso gehen wird.

„Wil, du bist viel schöner als alle dünnen Mädchen zusammen.“ – S. 160


Die Geschichte selbst wurde von Darcy Woods auch sehr schön und mit vielen großen Gefühlen beschrieben. Sie war neben Wil der Grund, weshalb ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Wir können schon direkt ins Geschehen eintauchen und verzichten auf einen langen Einstieg und auch während der Story passiert ständig was und man möchte seine Augen gar nicht mehr von den Seiten lösen. Zwischen dir und mir die Sterne hat eine enorme Sogkraft und obwohl man sich nach dem Lesen des Klappentexts denken kann, wie das Buch endet, gibt es doch immer etwas Neues zu entdecken und viele offene Fragen, die gelöst werden wollen. Für mich war Zwischen dir und mir die Sterne eine perfekte Lektüre und ich hoffe noch mehr von Darcy Woods lesen zu dürfen. 

Zwischen dir und mir die Sterne von Darcy Woods ist ein gelungener Roman, der vor allen Dingen Wils Entwicklung und ihre Suche nach der Liebe in den Mittelpunkt stellt. Der Roman ist wunderschön geschrieben und man möchte mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Das perfekte Leseerlebnis! Ich freue mich auf mehr von Darcy Woods.




Vielen Dank an Fischer Sauerländer für das tolle *Rezensionsexemplar.


Rezension | Vor mir die Sterne - Beth Harbison


Vor mir die Sterne | von Beth Harbison | Verlag: Aufbau | erschienen am 18.07.2016 | Übersetzer: Corinna Rodewald | Taschenbuch | 395 Seiten | 9.99€ (D) Kaufen?


Was wäre, wenn …? Wenn ich ihn damals geküsst hätte? Wenn ich ihm gesagt hätte, wie sehr ich ihn liebe? Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Sie hat alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand. Aber ist sie glücklich? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich noch einmal 18 Jahre alt. Und sie kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch dafür muss sie die Antwort darauf finden, wie ihre Zukunft aussehen soll – und nach welchen Sternen sie greifen will. Ein bezaubernder Roman über zweite Chancen und unsere Umwege zum Glück. (Quelle: Verlag)

Ich liebe den Film 30 über Nacht und wer ihn nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt mal ansehen. Aus diesem Grund hat mich Vor mir die Sterne direkt wie magisch angezogen. Während die Hauptdarstellerin im Film über Nacht plötzlich 30 Jahre alt und somit erwachsen ist, und sich den Problemen ihres späteren Lebens stellen muss, damit sie diese hoffentlich in ihrer Gegenwart schon zum positiven verändern kann, steht Ramie vor dem umgekehrten Problem. Sie wacht am Tag ihres 38. Geburtstags auf und stellt fest, dass sie wieder 18 ist und in der Vergangenheit gefangen. Sie sieht nur eine Lösung: Irgendetwas hat sie falsch gemacht und ihre Aufgabe ist es, alles wieder richtig zu biegen. Da wäre einmal ihr Vater, der viel zu früh gestorben ist und ihr damaliger Freund, denn sie rücksichtslos verlassen hat. Die ganze Zeit weiß man als Leser nicht. Ob sie nun wirklich in der Vergangenheit steckt oder ob sie alles nur träumt aber es war sehr schön und emotional zu lesen, wie Ramie an dieses Problem herangeht.

Zuerst einmal muss sie sich nämlich bewusst werden, dass ihr jetziges Leben nicht so perfekt ist, wie es scheint und dann muss noch die richtige Entscheidung getroffen werden, die Ramie, wie sie hofft, wieder in die Gegenwart zurückschickt. Das geht mit vielen Erfolgserlebnissen einher aber auch mit der Gewissheit, dass man in wenigen Tagen nicht alles verändern kann und schon gar nicht das, was schon viel früher seinen Anfang genommen hat. Ramie gerät ins Nachdenken und mit ihr der Leser. Ich kann es gar nicht anders ausdrücken als zu sagen, dass mich das Buch schon von Beginn an sehr berührt und auch aufgewühlt hat. Besonders hervorheben kann ich hier nur Ramies Entwicklung. Anfangs ist sie ein Mensch, den ich nicht gerne zur Freundin haben würde aber am Ende ist sie jemand, den ich liebend gern als meine beste Freundin bezeichnen würde. Sie wächst an ihrer Aufgabe und das finde ich wunderschön.


Ich glaube, ich selbst würde auch noch einmal gern in eine frühere Zeit zurück gehen. Mit allen meinen Erfahrungen und Erinnerungen und das ganze noch einmal erleben, ohne dass es einen Einfluss auf die Gegenwart hat. Das stelle ich mir wundervoll vor aber wie das ganze bei Ramie abläuft und ausgeht, das müsst ihr selbst herausfinden. Das einzige, was mich am Buch gestört hat: Das Buch legt einen tollen Start und einen interessanten Mittelteil hin und als es dem Ende entgegen ging, habe ich mich gefragt, wann jetzt die große Sache kommt, die alles verändert. Stattdessen gibt es einen ganz komischen Cut und noch einmal eine ganz andere kurze und ziemlich verwirrende Szene, bevor es zur Auflösung in der Gegenwart kommt. Das ganze hat mich einfach sehr verwirrt und mich aus dem Lesefluss heraus gerissen. Letztendlich verstehe ich, wieso das alles ganz plausibel ist und seine Daseinsberechtigung hat aber mich lässt das Gefühl nicht los, dass man das auch eleganter hätte lösen können. 


Vor mir die Sterne von Beth Harbison ist eine tolle Was wäre wenn?-Geschichte, die berührt und zum Nachdenken anregt. Ich liebe besonders Ramies Entwicklung und die Gefühle, die damit beim Leser freigesetzt werden. Auch wenn mich das Buch zum Ende hin noch einmal ziemlich aus der Bahn geworfen hat, ist es definitiv eine Lektüreempfehlung, die ich mir zum Beispiel auch sehr gut in einem Buchclub vorstellen könnte.



Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar.




Rezension | Sinabell: Zeit der Magie - Jennifer Alice Jaeger


Sinabell: Zeit der Magie | von Jennifer Alice Jaeger | Verlag: impress by Carlsen | erschienen am: 07.01.2016 | Übersetzer: - | eBook | 230 Seiten | 3.99€ (D) Kaufen? Verlag Amazon


**Lass dich fallen in eine Welt voller Märchen**


Es ist nicht leicht, eine von fünf Königstöchtern zu sein und kurz vor der Heiratssaison zu stehen. Statt nach Ehemännern Ausschau zu halten, streift Sinabell lieber durch die verwinkelten Gänge des Familienschlosses und verliert sich in den magischen Welten ihrer Bücher. Bis sie auf einem Ball dem jungen Prinzen Farin begegnet, der mit seinem zerzausten Haar und den Grübchen ihr Herz erobert. Doch ihr Vater entlarvt ihn als Prinz aus einem verfeindeten Königreich und wirft ihn ins Verlies. Um Farin vor dem sicheren Tod zu bewahren, muss Sinabell ihm helfen drei Aufgaben zu lösen und erkennt dabei, dass Magie nicht nur in Büchern existiert. Plötzlich findet sie sich in einer Welt aus wütenden Drachen, hinterlistigen Feen und sagenumwobenen Einhörnern wieder…  (Quelle: Verlag)

Ich war enorm begeistert von Being Beastly, Jennifer Alice Jaegers zweitem Roman, sodass ich ihr kurzerhand zugestimmt habe, bei einer Blogtour zu ihren Büchern mitzumachen. So landete kurz darauf Sinabell auf meinem Reader. Von diesem Buch habe ich schon viel gehört und ich ging mit enorm hohen Erwartungen an das Buch.

Mit Sinabell hatte ich allerdings nicht ein so leichtes Spiel, wie mit Being Beastly. Es ist wie dieses nicht an ein Märchen angelehnt sondern eher selbst ein Kunstmärchen, indem sich viele bekannte Märchenmotive, wie Einhörner, Feen, Drachen und Königreiche finden lassen. Auch sprachlich ist es an ein solches angelehnt und ich mochte diesen Stil sehr, denn er trägt sehr zu der Atmosphäre des Buches bei. Es war tatsächlich, als hätte man keinen Roman vor sich sondern ein ziemlich langes Märchen und diese Art von Geschichte fand ich sehr schön.

Sinabell erschien auf den ersten Blick als eine dieser unangepassten Prinzessinnen, die alles dafür tun würden, aus ihrem Leben auszubrechen. Das zeiht sich auch durch den größten Teil des Buches hindurch, auch wenn sie immer wieder anfängt sich und ihr Leben zu hinterfragen, ihre Schwestern zu beneiden oder sich teilweise zu sehr von ihrem Herzensprinzen leiten zu lassen. Dennoch war sie mir sehr sympathisch und sie hat sich für mich innerhalb des Buches zu einer sehr passenden und auch besonderen Protagonistin entwickelt. Die anderen Charaktere blieben vergleichbar eher blass aber das war gerade für Sinabells Geschichte gar nicht wichtig und auch nicht weiter störend.


Was mich jedoch gestört hat, das ist die Umsetzung der eigentlich sehr guten Idee. Man erkennt im Verlauf der Handlung, dass bestimmte Werte angesprochen und aufgenommen werden, die dem Leser im besten Fall vermittelt werden sollen. Für mich passten diese aber nicht durchgängig ins Geschehen und so vermute ich hinter der Aufgabe, ein Drachenherz zu besorgen, einen Kampf mit einem Drachen und nicht, dass der Drache sein Herz freiwillig herausgibt. So ähnlich ging es nach einem sehr guten Start leider auch weiter und ich hätte mir gewünscht, dass aus dem vorhandenen Potential einfach etwas mehr gemacht wird. So kann ich nicht sagen, dass Sinabell schlecht ist. Aber es war wohl einfach nicht meine Geschichte und gerade Being Beastly, was mir soviel besser gefällt, hat die Erwartungen an Sinabell unglaublich hochgesetzt.



Meine hohen Erwartungen an Sinabell konnten leider nicht ganz erfüllt werden. Ich liebe die Form der Geschichte als langes Kunstmärchen und ich habe die Protagonistin Sinabell durch ihre besondere Art ins Herz schließen können. Allerdings hat mir die Umsetzung der Geschichte, die sehr gut angefangen hat, dann leider weniger gut gefallen und hätte sehr viel mehr Luft nach oben gehabt.


Vielen Dank an Jennifer Alice Jaeger, die mir das eBook für eine *Blogtour zur Verfügung gestellt hat. 

Rezension | Sunshine Girl: Die Heimsuchung - Paige McKenzie

Sunshine Girl - Die Heimsuchung

Sunshine Girl: Die Heimsuchung | von Paige McKenzie  | Verlag: Bloomoon | erschienen am 18.08.2016 | Übersetzer: Doris Hummel | Hardcover | 336 Seiten | 16.99€ (D) Kaufen?


Sunshine Girl

#1 Die Heimsuchung
#2 The Awakening of Sunshine Girl OT



Kurz nach ihrem sechzehnten Geburtstag zieht Sunshine mit ihrer Mutter Kat vom sonnigen Texas ins verregnete Washington. Obwohl Sunshine adoptiert ist verbindet sie mit ihrer Mutter ein besonders enges Band – sie ist ihre beste Freundin und engste Vertraute. Doch von dem Moment an, in dem die beiden in ihr neues Haus gezogen sind, weiß Sunshine, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Die Welt ist dunkler und kälter geworden und auch wenn ihre Mutter Kat, die voll und ganz von ihrem neuen Job im Krankenhaus in Beschlag genommen ist, es nicht wahrhaben will: Etwas an ihrem neuen Zuhause fühlt sich einfach nur gruselig an. Und die Dinge werden immer merkwürdiger: Türen schließen sich von selbst, kalter Wind zieht durch geschlossene Fenster, nachts hört Sunshine Lachen und Seufzen – doch niemand glaubt ihr. Ihre Mutter und selbst ihre beste Freundin in Texas vermuten einfach nur einen schlimmen Fall von Heimweh. Als die Geister immer bedrohlicher werden und Sunshine erkennt, dass Kat in großer Gefahr schwebt, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen – und ihre Mutter vor einem Schicksal bewahren, dass schlimmer ist als der Tod. (Quelle: Verlag)


Sunshine Girl kann man ganz klar in das Genre Horror einstufen. Auch, wenn es für einen Jugendroman angemessen ist und längst nicht mit den Horror Romanen aus der Erwachsenenliteratur verglichen werden kann. Es ist ein wenig sanfter und viele andere Faktoren spielen in das Geschehen hinein und doch würde ich sagen, dass Sunshine Girl ein sehr gelungener Roman ist. Viele Horrorromane aus dem Jugendbereich sind lange Reihen und eher für jüngeres Publikum gedacht und andere wirken immer schnell leicht überzogen. Ich finde, dass Sunshine Girl jedoch die perfekte Balance schafft und weder überzogen noch zu kindisch wirkt.

Der Klappentext ist meiner Meinung nach schon sehr vielsagend und mehr möchte ich dazu auch gar nicht mehr loswerden, denn das würde zu viel vorweg nehmen. Mit Sunshine selbst kam ich sehr gut klar und denke auch, dass sie sich sehr glaubwürdig an dieses Problem begibt. Ich konnte ihre Enttäuschung und Ohnmacht regelrecht mitfühlen, als ihr niemand glauben wollte und es für einen kurzen Augenblick so schien, als ginge es nicht weiter. Doch dann taucht Nolan auf, der sich auf der einen Seite zu einem Love Interest für Sunshine entwickelt, obwohl sich dies sehr im Hintergrund hält. Auf der anderen Seite tut er jedoch etwas, was sonst keiner tut. Er glaubt Sunshine und so werden die beiden zudem  „Partner in Crime“ und kommen dadurch mit etwas übernatürlicher Hilfe auf das Geheimnis.


Natürlich ist Sunshine Girl ein Buch, welches hauptsächlich auf Spannung und Unterhaltung baut und weniger den Anspruch hat, dem Leser etwas Entscheidendes mitzugeben. Dennoch muss ich betonen, dass die Welt, die Paige McKenzie mit Sunshine Girl geschaffen hat mehr zu bieten hat, als nur Schwarz und Weiß. Nicht nur sind die Menschen die Guten und das Übernatürliche das Böse. Es gibt viele Facetten und Möglichkeiten dazwischen, die seitens der Autorin auch immer wieder betont werden. Nebenher gibt es auch viele übernatürliche Helfer, die Sunshine alle mehr oder weniger zur Seite stehen und ihren Fortschritt begleiten und beobachten. Für mich war es sehr positiv, dass sich der Roman so von anderen stereotypischen Horrorgeschichten abhebt. Ich hoffe, dass es die Fortsetzung auch auf den deutschen Buchmarkt schafft. 
Sunshine Girl ist ein gelungener Jugend-Horrorroman, der sich von anderen nicht nur deshalb abhebt, da er wenig kitschig ist. Sunshine Girl überzeugt auch mit einer spannenden Geschichte und der Botschaft, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt und sich das vermeintlich Böse auch zu etwas Gutem entwickeln kann. 





Vielen Dank an den bloomoon Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar.

Rezension | Jane Austens Geheimnis - Charlie Lovett


Jane Austens Geheimnis | von Charlie Lovett | Verlag: Goldmann | erschienen am 18.07.2016 | Übersetzer: Ulrike Laszlo | Taschenbuch | 416 Seiten | 9.99€ (D) Kaufen?


Sophie Collingwood liebt Bücher, vor allem die von Jane Austen. Ihrer Leidenschaft kann sie auch beruflich nachgehen: als Angestellte in einem Londoner Antiquariat. Dort versucht sie für ihre Kunden noch die obskursten Werke aufzutreiben – wie beispielsweise „Ein kleines Buch allegorischer Geschichten". Für diese Sammlung erbaulicher Erzählungen aus dem Jahr 1796 gibt es gleich zwei Interessenten. Was Sophie nicht ahnt: Das schmale Bändchen birgt den Schlüssel zu einem Geheimnis um Jane Austens Meisterwerk “Stolz und Vorurteil”. Und plötzlich wird aus der Suche nach einem vergessenen Buch ein höchst gefährliches Abenteuer … (Quelle: Verlag)

„Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau“ (S. 192). Dieser Satz gehört neben zwei anderen zu meinen liebsten Anfangssätzen in der Literatur und auch, wenn er nicht der Anfangssatz von Jane Austens Geheimnis ist, so ist er doch eng mit diesem Buch verknüpft. Sophie startet nach dem Tod ihres Onkels einen Job n einem Antiquariat und wird in kurzer Zeit von zwei Männern aufgesucht, die beide eine Ausgabe eines ganz bestimmten Buches suchen. Von diesem hat Sophie noch nie etwas gehört und es ist darüber hinaus auch sehr schwer aufzutreiben und ehe sie es sich versieht, ist sie mehr oder weniger in einen Fall entwickelt und kommt einem jahrzehntelang gehütetem Geheimnis auf die Spur. Parallel dazu wechseln sich die Kapitel, die aus Sophies Sicht erzählt werden, mit denen ab, die aus Janes Sicht erzählt werden. Und mit Jane ist niemand anderes gemeint als Jane Austen. Mit den beiden gehen wir einem Geheimnis auf die Spur, das in der zweiten Ausgabe von „Ein kleines Buch allegorischer Geschichten“ von Richard Mansfield liegt und eng mit Jane Austens „Stolz & Vorurteil“ verknüpft ist.

De Geschichte, ist zur Hälfte historisch untermauert, zur anderen Hälfte frei erfunden, wie Charlie Lovett im Nachwort aufklärt. Dennoch fand ich sie gut konstruiert und glaubhaft. Vor allen Dingen aber ansprechend, spannend und wunderschön. Als wahrer Jane Austen Fan entfaltet die Geschichte meiner Meinung nach ihr ganzes Potential, denn man taucht tief in die Welt seiner Heldin ein und geht ihrem Leben auf die Spur. Wer aber besonders durch Sophie auch angesprochen wird, sind wahre Buchliebhaber. Sophie ist eine leidenschaftliche Sammlerin und hat diese Leidenschaft durch ihren Onkel entdeckt, während die beiden bei ihrer restlichen Familie auf Unverständnis treffen. Das hat sie mir direkt sehr sympathisch gemacht aber auch sonst ist Sophie ein toller Charakter und bei ihrer Bandbreite an (weiblichen) Emotionen, habe ich mich oft gefragt, wie Charlie Lovett eine Frau so gut konstruieren konnte.

„Bin ich eine Büchersammlerin?“, fragte sie, als sie die ruhigen Straßen von Maida Vale erreichten.

„Was tust du mit einem Buch, wenn du es bekommst?“, wollte Onkel Bertram wissen.
„Ich lese es“, antwortete Sophie. „Oder ich bitte dich, es mir vorzulesen.“
„Und dann?“
„Dann stelle ich es in mein Regal, damit ich jederzeit wieder darin blättern kann, wenn ich möchte.“
„Und würdest du es jemals wegwerfen oder verkaufen?“
„Natürlich nicht“, erwiderte Sophie. „Was für eine dumme Frage!“
„Ich habe noch eine dumme Frage, und dann kann ich dir sagen, ob du eine echte Büchersammlerin bist.“
„Welche?“, sagte sie ernst.
„Wenn du ein neues Buch gelesen hast und es in dein Regal stellst, liegt er dir dann am Herzen?“
„Oh, ja!“, rief Sophie.
„Dann bist du eine Büchersammlerin“, erklärte Onkel Bertram. „So wie ich ein Büchersammler bin.“ – S. 71



Dieses Gespräch aus ihrer Kindheit, an das sich Sophie im Buch erinnert, macht sehr gut die Buchliebe deutlich, die das ganze Werk über präsent ist und macht die Geschichte absolut lesenswert. Aber auch der eigentliche Plot, der sich um Jane Austens Geheimnis rankt, war interessant. Sowohl aus Sophies Perspektive als auch aus Janes bekommen wir ständig Hinweise und formulieren so auch erste Vermutungen aber so ganz kommen wir nie auf das Geheimnis, das sich am Ende auf logische Weise löst. Nebenbei verzaubert uns Charlie Lovett mit einer Liebesgeschichte voller Stolz und Vorurteil, Verstand und Gefühl. Sie ist Jane Austen definitiv würdig.
Mit Jane Austens Geheimnis hat Charlie Lovett einen Roman geschaffen, der Bücherliebhaber gleichermaßen wie Jane Austen Fans begeistern kann. Das gut konstruierte Werk hat viele Facetten, die sich alle gegenseitig ergänzen und ist schnell zu einem meiner Jahreshighlights geworden. Dieses Buch wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.




Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das zauberhafte *Rezensionsexemplar.


Rezension | Jackaby - William Ritter


Jackaby | von William Ritter | Verlag: cbt | erschienen am 11.07.2016 | Übersetzer: Dagmar Schmitz | Taschenbuch | 320 Seiten | 9.99€ (D) Kaufen?


Jackaby

# 1 Jackaby
#2 Beastly Bones (OT)
#3 Ghostly Echoes (OT)

Außerdem:

#1.5 The Map (OT)


New Fiddleham 1892: Neu in der Stadt und auf der Suche nach einem Job trifft die junge Abigail Rook auf R. F. Jackaby, einen Detektiv für Ungeklärtes mit einem scharfen Auge für das Ungewöhnliche, einschließlich der Fähigkeit, übernatürliche Wesen zu sehen. Abigails Talent, gewöhnliche, aber dafür wichtige Details aufzuspüren, macht sie zur perfekten Assistentin für Jackaby. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag steckt Abigail mitten in einem schweren Fall: ein Serienkiller ist unterwegs. Die Polizei glaubt, es mit einem gewöhnlichen Verbrecher zu tun zu haben, aber Jackaby ist überzeugt, dass es sich um kein menschliches Wesen handelt. (Quelle: Verlag)

Jackaby klang direkt im ersten Augenblick so sehr nach einem Sherlock Holmes-Retelling, dass es sofort auf meiner Wunschliste gelandet ist. Fragt man mich nach meiner liebsten Sherlock Holmes Adaption, so ist es nicht die Serie Sherlock, die sicher die meisten nennen würden sondern Elementary. Ich liebe die Serie wegen Watson, die eine Frau ist und Sherlock sogar im Verlauf der Serie teilweise übertrifft in Genialität und Scharfsinn und auch wegen Moriarty. Auch diese Figur wurde in Elementary sehr interessant umgesetzt. Das alles erschien mir auch in Jackaby der Fall zu sein. Abigail Rook kommt nach Amerika und lässt sich in New Fiddleham nieder, wo sie kurz darauf eine Assistentenstelle bei Jackaby bekommt, der genauso brillant zu sein scheint, wie Holmes selbst. Mit einer Ausnahme: Jackaby kann Übernatürliches wahrnehmen und so sind auch die Fälle, die die beiden lösen werden alles andere als normal, was zwar anfangs etwas befremdlich erschien, nach einiger Zeit aber als genial herausstach. Abigail ist wie die Elementary-Watson auch eine Frau und schon bald merkt man, dass sie alles andere will, als in Jackabys Schatten zu stehen. Nach und nach stellte sich für mich allerdings heraus, dass Jackaby mehr ist, als nur ein Sherlock-Retelling mit fantastischen Elementen. Am Ende bin ich sogar zu dem Entschluss gekommen, dass ich Jackaby tatsächlich mehr losgelöst von ihm betrachten möchte, denn für mich entwickelte sich die Geschichte als weitaus eigenständiger, als es ein Retelling sein sollte.


„Ich entschuldigte mich kurz, um eine Ente nach einem Kleid zu fragen.“ – S.166


Jackaby ist ein komischer Charakter. Aber im positiven Sinne. Er bringt durch seine Art eine Menge Komik in den Roman und hat mich häufig schmunzeln lassen. Abi ist mir sehr ans Herz gewachsen, denn sie bildet den perfekten Gegenpol zu ihm und entwickelte sich so für mich zu einer perfekten Assistentin. Aus ihrer Sicht erleben wir die gesamte Geschichte, was ich als sehr angenehm empfand, denn so bekommen wir mit ihr zusammen immer mehr von der phantastischen Welt mit, die Jackaby sehen kann und zeitgleich mit ihr ins rätseln. Auch der Schreibstil des Buches hat etwas von Jackabys Art und war dadurch sehr unterhaltend. Diese komische Welt, mit der Abi in ihrer Zeit mit Jackaby so häufig konfrontiert wird, entlockt ihr viele Kommentare, die alle zitierwürdig sind und sicher nicht nur Buchkenner schmunzeln lassen würden.


Die Geschichte selbst behandelt einen Fall der beiden, den es zu lösen gilt und der schlussendlich auch gelöst wird. Er konfrontiert den Leser mit der Bandbreite magischer Wesen, mit denen Jackaby vertraut ist. Dabei erklärt er Abi alles, was sie und die Leser darüber wissen müssen und besonders gut gefallen hat mir, dass die Wesen historisch sehr gut fundiert sind. Das Werk hebt sich so von anderer Phantastik ab und erschien mir so ein wenig wertvoller. Neben dem einzelnen Fall bekommt der Leser auch einen ersten Eindruck von der Gesamtgeschichte, die sich vermutlich noch durch die weitere Reihe zieht und winzige Fragen offen lässt. Letztendlich hat der erste Band jedoch einen Abschluss gefunden, der den Leser sehr zufrieden stellt. Ich hätte mir allerdings für das gesamte Buch gewünscht, ein wenig tiefer in die phantastische Welt von Jackaby einzutauchen. Dafür hätte das Buch auch gerne mehr Seiten haben dürfen, denn mir erschien manches doch sehr oberflächlich. Ich hoffe allerdings, dass dies in den nächsten Bänden dann passiert.


Jackaby war der vielversprechende Anfang einer Reihe, die ich erst als Sherlock-Retelling eingestuft hätte, sich später jedoch zu etwas Eigenständigem entwickelt hat. Der Charme aus Sir Arthur Conan Doyles Geschichten hat William Ritter jedoch gekonnt in Jackabys Welt geholt und ihn noch mit ein bisschen Phantastik versehen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Abi, Jackaby und den anderen und hoffe, dass sich die Geschichte steigert und weiterentwickelt.



Vielen Dank an den cbt Verlag für das zauberhafte *Rezensionsexemplar.




Blogtour | Von Einhörnern, Hexen und Prinzessinnen


Auch heute begrüße ich euch mit einem märchenhaften Thema. Ich erzähle euch heute nämlich, wie die Brüder Grimm die Märchen stahlen. Jennifer Alice Jaegers neues Buch, Secret Woods, ist eine Märchenadaption von Brüderchen und Schwesterchen der Brüder Grimm und somit nehme ich euch heute mit auf deren Spuren. Neugierig? Dann lest weiter.


Es waren einmal zwei Brüder, die hießen Jacob und Wilhelm. Sie lebten zu einer Zeit, in der Märchen noch keinen Platz zwischen zwei Buchdeckeln hatten und mündlich von Generation zu Generation überliefert wurden. Es begab sich jedoch zu einer Zeit im frühen 19. Jahrhundert, da kamen die beiden Brüder nach Marburg, um dort zu studieren und trafen dort auf Clemens Brentano und Achim von Arnim. Diese hatten es sich zur Aufgabe gemacht, volkstümliche Texte vor der Vergessenheit zu retten und schrieben sie in einer Textsammlung nieder. So formte sich in den Köpfen der beiden Brüder die Idee, Märchen ebenfalls zu sammeln und aufzuschreiben und sie begannen 1806 in Kassel mit ihren Nachforschungen. Diese stammen jedoch nicht nur aus schriftlichen Quellen, sondern wurden größtenteils auch aus mündlichen Überlieferungen genommen.

1812 war es endlich soweit und der erste Band der Märchen erschien. Vier Jahre später folgten die Deutschen Sagen. Die Märchensammlung umfasste über 200 Texte die hauptsächlich aus Hessen stammten. Doch auch viele Märchen mit französischen Einflüssen waren dabei. Diese stammten zum Beispiel aus Quellen, die mit den Hugenotten nach Deutschland gekommen sind. Alle Märchentexte wurden stilistisch und inhaltlich bearbeitet, sodass sie mehr in das Bild der Epoche der Romantik passten. Heute noch ist das Märchenbuch der Grimms neben der Lutherbibel das meist verkkaufte Buch weltweit und wurde in über 160 Sprachen übersetzt.

Fun Facts:

#1 Die Märchen kamen erst gar nicht gut an. Anfangs waren sie mehr wissenschaftlich ausgelegt. Wilhelm Grimm hatte dann jedoch die Kinder mehr im Blick und überarbeitete die Märchen infolgedessen.

#2 Zusammen mit den Märchen haben die Brüder Grimm auch die Deutschen Sagen gesammelt, die vier Jahre später erschienen sind.

#3 Naja, so kann man es nicht sagen, denn damals gab es noch keine genaue Unterteilung von Märchen und Sagen und auch heute noch sind die Definitionen sehr vage.

#4 Tatsächlich kommt der erste Versuch sie voneinander abzutrennen auch von den Brüdern Grimm, die nach dem Sammeln der mündlichen Überlieferungen genau vor diesem Problem standen.

**Ein märchenhaft-schöner Roman von verzauberten Wäldern und einem verwunschenen Reh** 

Anstatt den Zwängen des Königshofs zu unterliegen, trainiert Nala lieber das Bogenschießen und gerät in Raufereien mit ihrem Bruder Dale. Aber als ihr Vater, der Baron von Dornwell, eine neue Frau auf das Anwesen bringt, sieht sie ihr Glück schwinden. Die Komtesse ist hochnäsig und böswillig, dennoch ist Nalas Vater ihr vollkommen verfallen. Als Nala schließlich das dunkle Geheimnis der Komtesse aufdeckt, ist es bereits zu spät. Sie setzt alles daran, ihre Familie vor der bösen Stiefmutter zu retten. Doch schon bald steht nicht nur das Leben ihres Bruders auf dem Spiel. Auch ihr eigenes Herz ist in Gefahr – und das des fremden Jägers mit dem verschmitzten Lächeln und den blaugrauen Augen… 

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Tourplan


4. August 2016
Aller guten Dinge sind drei Märchen

5. August 2016
Einblick hinter die Märchenkulissen

6. August 2016
Aus Alt mach Neu

7. August 2016
Alles Märchen oder was?

8. August 2016
Wir sind, wer wir sind

9. August 2016
Eine Fee packt aus

10. August 2016
Einhörner, Einhörner, Einhörner

11. August 2016
Wie die Grimms die Märchen stahlen
Hier seid ihr!

12. August 2016
Märchen vs. Adaption

13. August 2016
Cover machen Bücher


Gewinnspiel

Um auch heute mit einem Los in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet einfach die unten stehende Frage. Und das könnt ihr gewinnen:

Platz 1
1x Sinabell TB signiert + Goodies

Platz 2
zwei eBooks nach Wahl von Jennifer Alice Jager
(Sinabell, Being Beastly oder Secret Woods Band 1)

Platz 3
ein eBook nach Wahl von Jennifer Alice Jager
(Sinabell, Being Beastly oder Secret Woods Band 1)


Teilnahmebedingungen:
● Du kannst am Gewinnspiel teilnehmen, sofern du 18 Jahre alt oder älter bist. Bist du unter 18 brauchst du das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten.
● Teilnehmen kannst du, wenn du einen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder Schweiz hast. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
● Du erklärst dich damit einverstanden, im Gewinnfall, namentlich auf den Blogs genannt zu werden und das wir deine Adresse dem Autor/der Autorin oder Verlag zukommen lassen um deinen Gewinn auf den Weg zu dir zu schicken.
● Die Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich und somit ausgeschlossen.
● Du darfst pro Tag 1x am Gewinnspiel teilnehmen. Weitere Teilnahmen unter anderem Pseudonym, anderen Vor- und/oder Nachnamen ist verboten und wenn dies herauskommt, wird man vom Gewinnspiel ausgeschlossen.
● Facebook hat mit den Gewinnspielen nichts zu tun und steht auch damit nicht in Verbindung.
● Das jeweilige Gewinnspiel endet am letzten Blogtourtag um 23:59 Uhr und wird im Normalfall am Folgetag ausgelost.

Welches Märchen kommt dir als erstes in den Kopf, wenn du an die Brüder Grimm denkst?