[Rezension] Der Sommer, in dem es zu schneien begann - Lucy Clarke

by - 4/29/2015





Titel: Der Sommer, in dem es zu schneien begann
Autor: Lucy Clarke
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 13.04.2015
Format: Softcover
Seiten: 400
Preis:  14.99€ (D) Kaufen?

Reihe: keine





Abrupter kann das Schicksal kaum zuschlagen: Als Eva nur wenige Monate nach der Hochzeit ihren Mann durch einen Unfall auf See verliert, erstarrt sie vor Schmerz. Ihr gerade erst begonnenes Leben als glückliche Ehefrau soll schon zu Ende sein? Eva fühlt sich völlig allein in ihrer Trauer und reist nach Tasmanien, um Trost bei Jacksons Angehörigen zu finden. Doch so bezaubernd die australische Insel ist, so abweisend verhält sich Jacksons Familie. Warum nur wollen sein Vater und sein Bruder partout nicht über ihn sprechen? Auf Eva warten schockierende Wahrheiten, die sie zu einem schicksalhaften Sommer in der Vergangenheit führen - dem Sommer, in dem es zu schneien begann. (Quelle: Verlag)


Wenn man den Klappentext liest und das Cover sieht, denkt man sofort an eine Liebesgeschichte, durchsetzt von Geheimnissen. Mit diesen Erwartungen bin ich auch ans Buch gegangen und wurde nicht enttäuscht. Letztendlich waren es zwar ein bisschen weniger Liebe und ein bisschen mehr Geheimnisse aber das war für mich als Spannungsliebhaber nur positiver. Die Mischung hatte so einiges an sich und zusammen mit dem außergewöhnlichen aber gleichzeitig wunderschönen Setting Tasmanien erhält das Buch so eine ganze besondere Note und kann sich von anderen Büchern erfolgreich abheben und aus der Masse herausstechen.

Tasmanien hat mich als Setting sehr gereizt. Schnell wird es als die kleine Schwester Australiens abgestempelt, vielleicht sogar mit Australien unter einen Hut gesteckt. Aber wird das ja von den Einwohnern gar nicht gerne gesehen und Tasmanien hat ja auch seinen ganz eigenen Reiz, eine eigene Flora und Fauna und vieles, was es einzigartig war. Im Allgemeinen hat mir ein wenig dieses Zaubers gefehlt. Landschaftsbeschreibungen kamen an vielen Stellen zu kurz. Allein beim Tauchen hat sich die Autorin voll und ganz auf die Unterwasserwelt Tasmaniens konzentriert, was mich begeistert hat.


Eva, die Hauptperson und ich, hatten es nicht unbedingt leicht. Sie selbst macht eine unglaublich schwere Phase durch. Diese beginnt mit dem Tod ihres Mannes, der schon im Klappentext beschrieben ist und zieht sich mit immer neuen Entdeckungen und Rückschlägen durch die ganze Geschichte. Während des Lesens musste ich mir immer klar machen, wie schlecht es Eva gehen muss, wie sehr sie leiden muss, in welcher Ausnahmesituation sie ist. Ich musste mir das selbst klar machen, weil ich nicht mir ihr mitgefühlt habe. Das ist mein großer Kritikpunkt am Buch. Mir haben ganz einfach die Emotionen gefehlt. Denn verglichen mit anderen Büchern, die einen ähnlich traurigen Hintergrund haben, vermittelt mir Der Sommer, in dem es zu schneien begann einfach nichts. Das ist wohl der riesige Kritikpunkt am ganzen Buch, das, worüber ich wirklich meckern muss.

Mit den anderen Charakteren bin ich jedoch zufrieden. Sie waren so, wie sie sein sollten, nett, hinterhältig, liebevoll, abweisend usw. und dabei auf jeden Fall absolut überzeugend. Abgesehen von der Sache um Eva und den paar fehlenden Landschaftsbeschreibungen, die ich mir eigentlich noch gewünscht hätte, war das Buch auch sonst überzeugend. Sehr fließend zu lesen und, wie oben schon beschrieben, mit einer Prise Liebe und einer ordentlichen  Portion unerwarteter Spannung. Mit Der Sommer, in dem es zu schneien begann greift ihr auf jeden Fall zu einer tollen Sommer-/Urlaubs- und Strandlektüre, die ein paar kurzweilige Stunden beschert.

Der Sommer, in dem es zu schneien begann war für mich eine echte Überraschung und hat mich durch die Mischung aus Spannung und Setting überzeugt. Sehr gefehlt haben mir allerdings die fehlenden Emotionen der Protagonistin, die in einer echten Ausnahmesituation war, bei der Emotionen absolut notwendig gewesen wären. Deshalb gibt es von mir 3,5 Füchschen, die ich auf 4 aufrunden werde.


an lovelybooks und Piper, für die Bereitstellung eines Exemplars für die *Lesechallenge.


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5 Kommentare

  1. Liebe Jule,

    schöne Rezension! Von dem Buch habe ich mir mal eine Leseprobe mitgenommen, seitdem du davon geschwärmt hast...! :) Es hört sich wirklich sehr gut an und icv freue mich, dass es dir gefallen hat! :) Aber dass die Emotionen fehlen ist echt doof... Wie süss, da hast du im Fazit was doppelt gemoppelt! ;) Und krass, wie schön die Autorin ist! :D

    Alles Liebe,
    Mara

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  2. Huhu :)

    Ich suche auch mal wieder eine Urlaubslektüre - da klingt das doch super! Mich hat der Titel irgendwie direkt angesprochen - einfach weil er allein schon so außergewöhnlich klingt ;)

    Liebe Grüße,
    Marie

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  3. Wunderschöne Rezension!
    Das Buch ist gerade auf meiner Wunschliste weiter nach oben gerückt!
    Danke dafür! Ich finde das Cover übrigens wunderschön ♥

    Ganz viele liebe Grüße, Rainbow ☼
    walkingaboutrainbows.blogspot.com

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  4. Hi Jule

    Tolle Rezi! Das Buch hört sich echt gut an muss ich mir mal genauer anschauen.
    Ich liebe den Buchschnitt XD

    Viele liebe Grüsse
    Viola von http://violas-summer.blogspot.de

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  5. Hallo! Mir hat das Buch auch ganz gut gefallen - aber wie du sagst, irgendwie hat es etwas gefehlt. Außerdem ist mir die Geschichte zu sehr ins "Romance"-Genre abgerutscht, was irgendwie gar nicht zum Rest gepasst hat. Denn eigentlich hat sie ja gerade einen großen Verlust erlitten... Dennoch ist es ein Buch, dass man auf jeden Fall lesen sollte. Liebe Grüße, Corinna
    P.S. Der Fuchs gefällt mir... :-)

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