[Rezension] Nichts als überleben - S.A. Bodeen

by - 11/16/2015





Titel: Nichts als überleben
Autor: S.A. Bodeen
Verlag: Gulliver
Erscheinungsdatum: 17.08.2015
Übersetzer: Friederike Levin
Format: Softcover
Seiten: 221
Preis:  12.95€ (D) Kaufen?


Reihe: keine








Niemand weiß, dass sie in dem Absturzflugzeug war.
Niemand wird kommen, um sie zu suchen ...

»Und in dem Moment wurde mir klar, dass mir niemand sagen konnte, was schlimmer war.
Weil es nicht schlimmer werden konnte. Ich war allein. In einem Rettungsfloß. Mitten auf dem Meer.«


Robie stürzt mit einem Flugzeug über dem Pazifik ab. Max, der Co-Pilot, rettet sie in ein aufblasbares Rettungsfloß – dann stirbt er. Robie muss ihn über Bord werfen und treibt tagelang auf dem Meer. Allein. Gnadenlos den Naturgewalten ausgeliefert. Bis Max plötzlich wieder da ist. In ihrer Einsamkeit klammert sich Robie an ihn. Sie hat Angst. Hunger. Durst. Panik. Hoffnung? Nur ein Gedanke lässt sie nicht aufgeben: Sie will nichts als überleben ...
Ein aufwühlender Action-Thriller um einen dramatischen Überlebenskampf – nervenzerreißend bis zur letzten Seite. (Quelle: Verlag)



Allein schon der Klappentext des Buches verursacht, dass sich eine Gänsehaut über meinen gesamten Körper ausbreitet. Wer nach dem Klappentext neugierig auf das Buch ist, der kann mit einem Kauf meiner Meinung nach gar nichts falsch machen.

Es erzählt die Geschichte von Robie, die nach einem Flugzeugabsturz ganz alleine auf hoher See in einem Rettungsboot ums Überleben kämpft. Das alles auf nur 220 Seiten, die Vorgeschichte mal mit eingerechnet. Die sind zwar wenig aber meiner Meinung nach genau richtig. Auf diesen Seiten ballt sich Spannung, viele Gänsehautmomente und ganze viel Hoffnung und man kann gar nicht anders: Man muss mit Robie mit fiebern, mitleiden und mit hoffen. Mit Robie kam ich relativ gut klar. Sie ist nicht meine Traumprotagonistin, ist ein wenig zu rebellisch und ist an die Sache mit dem Flugzeugabsturz teils mit zu viel Ironie und teils ein wenig unverständlich herangegangen. Nach einer Weile lernt man sie aber lieben gerade weil sie nicht hundertprozentig perfekt ist.

Soweit ich das beurteilen kann, wurde das Geschehen nach dem Flugzeugabsturz sehr authentisch geschildert. Nichts wirkt überzogen oder verschönt, nichts zu grausam oder nicht von dieser Welt. Das ist auf der einen Seite ein riesiger Pluspunkt für mich, dennoch befinden sich in dem Buch viele Passagen, die meiner Meinung nach schwer in ein Kinder- und Jugendbuch passen. Beltz selbst gibt als Altersempfehlung ab 13 Jahren an aber ich musste während dem Lesen mehrmals schlucken und auch weinen und fand einige Teile wirklich sehr schlimm und unfassbar traurig. Leser sollten definitiv eine Gewisse Härte mitbringen und nicht zu nah am Wasser gebaut sein. Denn dieses Buch ist unglaublich gefühlsgewaltig und wie schon erwähnt auch mit einigen grausamen Sachen geschmückt.


Trotzdem vermittelt Nichts als überleben eine lesenswerte Atmosphäre. Man ist ständig unter Spannung, wittert überall Gefahren und ist in Alarmbereitschaft. Und das, obwohl nicht wir im Schlauchboot sitzen, sondern Robie. Für mich gehört viel Talent dazu, die Gefühle, die Robie erleiden muss wiederzugeben. Ich bin also abgesehen von meinem kleinen Kritikpunkt absolut überzeugt von diesem Jugendthriller.



Gefühlsgewaltig und absolut lesenswert für alle, die vom Klappentext schon angetan sind. Auf nur 220 Seiten bietet Nichts als überleben eine ganze Menge Spannung und Gänsehautfeeling und ist so für mich ein absolut lesenswerter Jugendthriller. Einziger Kritikpunkt sind für mich die teils sehr grausamen Stellen im Buch. Deshalb gibt es von mir 4 von 5 Füchschen.



Vielen herzlichen Dank an Beltz für das *Rezensionsexemplar.


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6 Kommentare

  1. Huhu :)

    Eine sehr schöne Rezi, ich möchte das Buch selbst noch lesen. Bei Jugendthriller bin ich normalerweise etwas skeptisch, da die Spannung meist etwas auf der Strecke bleibt aber ich habe jetzt schon bei ganz vielen Rezis gelesen, dass das hier zum Glück nicht der Fall sein soll. Nach deinen 4 Füchsen bin ich jetzt auf jeden Fall gespannt und freue mich auf das Buch!
    Liebe Grüße
    Janine

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    1. Liebe Janine,

      Ja definitiv gibt es hier eine Menge Spannung. Es war manchmal wirklich nervenaufreibend aber irgendwie hat das auch den Reiz des Buches ausgemacht. Gut, dass es so kurz ist denn man möchte es mit einem mal fertig lesen.

      Liebste Grüße
      Jule

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  2. Hallo meine liebste Seelenverwandte der Worte, Zeilen und des Herzen ♥

    Ich liebe und schätze deine Rezensionen zu Büchern immer sehr, da sie ehrliche Einblicke in die jeweilige Buchwelt geben und du deine eigenen Gedanken und Gefühle während des Lesen mit deiner Magie so lebhaft einfangen und in Zeilen verewigen kannst, dass es sich anfühlt - als hätte man selbst schon einen kleinen Teil der Geschichte besucht! Nichts als überleben klingt wirklich grandios und ich könnte mir in meinen Feenhintern treten, dass mein SUB damals zu groß war und ich dieses Buch nicht annehmen konnte. Aber es freut mich unheimlich, dass du so begeistert werden konntest :-)

    Fühl dich gedrückt und beglitzert <3
    Leslie

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    1. Liebste Leslie,

      Vielen Dank für dein großes Lob. Mein Herz geht immer ein bisschen weiter auf, wenn ich solche Zeilen von dir lese. Tritt dir mal nur nicht in deinen Feenhintern. Bücher, die du gerne lesen magst, finden immer den Weg zu dir. Manche früher, manche später.

      Liebste Grüße
      Jule

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  3. Für grausame Stellen gibt es einen Punktabzug? Das Leben ist aber manchmal so und das muss man dann auch akzeptieren.

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    1. Ja den gab es, liebe Beatrix. Wenn du meine Rezension allerdings aufmerksam gelesen hast, dann hast du sicher bemerkt, dass das gar nicht mein Kritikpunkt war sondern die Intensität in der dies beschrieben war in einem Jugendbuch mit der Alterfreigabe ab 13. bist du darüber hinaus noch mit meinem Rezensionsrichtlinen vertraut so weißt du, dass ich 4 Füchschen Bücher immer noch sehr empfehlen kann, es für MICH allerdings nicht das perfekte leseerlebnis war. Meine Besprechungen sind IMMER subjektiv. Da kannst du mir keinen begründeten Punktabzug verübeln. :)

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