Blogtour | Last Chance - Mara Breitner

3/10/2016





Am dritten Tag der Blogtour dürft ihr hier bei mir etwas zum Thema Sprachstörungen lesen. Bei Chrissies Bücherwelt habt ihr einen kleinen Eindruck davon bekommen, was die erste eigene Wohnung bedeutet und morgen geht es bei Nadja von Bookwormdreamers um das Thema Adoption. Heute werde euch aber eine kleine Einführung in das Thema Sprachstörungen und Aphasien geben.

Wieso spielt dieses Thema in Last Chance eine so große Rolle? Tatsächlich tritt es gleich zwei Mal auf. Einmal haben wir die Protagonistin Antonia, die mit diesem Problem zu kämpfen hat. Nebensächlich aber auch nicht ganz unwichtig ist ihr Opa. Antonias Situation trägt sehr zu ihrem Verhalten, zu ihrem Charakter bei und so spielt dieses Thema besonders im Bezug auf die Handlung des Buches eine nicht unwichtige Rolle. Es hat mir unglaublich Spaß gemacht diesen Beitrag zu schreiben, denn im Bezug auf mein Studium (Nebenfach Linguistik) musste ich mich schon mehr als einmal mit diesem Thema beschäftigen und finde es unglaublich interessant. Die Sprachstörungen, die im Buch auftreten, sind zwei unterschiedliche:

Stottern

Antonia stottert schon seit sie acht Jahre alt ist. Dieses Stottern kann sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen. Die wohl häufigste Variante des Stotterns ist auch die, die bei Antonia auftritt: Die Wiederholung von Lauten, Silben, Wörtern. Wirklich festgeschriebene Ursachen des Stotterns gibt es nicht. Forscher vermuten eine genetische Veranlagung zum Stottern, da es innerhalb betroffenen Familien besonders häufig auftritt. Andere Ursachen, so zum Beispiel oft vermutete psychologische Ursachen werden in der heutigen Forschung eher ausgeschlossen. Dabei ist genau Antonias Ursache eine psychologische, denn ihr Auslöser war der Tag, an dem sie bei einem Ausflug im Heide Park verloren ging und Angst vor jedem bekam, der ihr helfen wollte. Bei vielen Kindern hört das Stottern von alleine oder durch eine Therapie auf. Anders ist es bei Antonia. Die hat ihr Trauma aus ihrer Kindheit noch fest verankert und stottert so im Gespräch mit Fremden. Kennt sie eine Person allerdings besser, kann sie mit dieser ganz normal reden. 

Aphasie

Antonias Opa leidet nach einem Schlaganfall an einer Aphasie. Aphasien entstehen, wenn eine der beiden Sprachzentren, die in unserer linken Gehirnhälfte liegen, beschädigt werden. Die häufigste Ursache dafür ist der oben genannte Schlaganfall. Ferner können allerdings auch Blutungen, Entzündungen, Verletzungen und Tumore zu einer Schädigung führen.


Das Broca-Areal ist hauptsächlich für die Sprach- und Lautbildung, die Artikulation, Grammatik und die Bildung abstrakter Wörter zuständig. Zusammengefasst also für viele bereiche der Sprachausführung. Das Wernicke-Areal hingegen ist für das Verständnis von Sprache und auch Musik zuständig. Je nach Schwere der Verletzung funktionieren eine der beiden Regionen oder beide zu einem bestimmten Grad nicht mehr. Aphasien sind in der Regel in leichten bis mittelschweren Fällen therapierbar aber nicht heilbar. Bei Antonias Opa funktioniert nach dem Schlaganfall das Wernicke-Areal noch sehr gut. Allerdings kann er nicht mehr sprechen und beherrscht nur noch einige Wörter, die sehr leicht sind oder die er in seinem Leben sehr oft genutzt hat. Eine Aphasie kann sich allerdings noch auf tausende andere Arten äußern. Eine tolle und sehr neue Lektüre darüber ist übrigens Wie das Licht von einem erloschenen Stern, das erst kürzlich im Beltz und Gelberg Verlag erschienen ist. Denn die Aphasie spielt im Gegensatz zum Stottern in der Last-Chance Dilogie keine große Rolle.


Blogtour-Fahrplan


08.03. Reihenvorstellung bei Lissianna schreibt
09.03. Erste eigene Wohnung Chrissies Bücherwelt
10.03. Sprachstörungen bei mir
11.03. Adoption bei Bookwormdreamers
12.03. Beziehungen und ihre Probleme bei Sine liebt Bücher
13.03. Ich kämpfe für meine Liebe (Antonia erzählt) bei Silences Bücherwelt
14.03. Rauchen bei Mein Leben
15.03. Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs


Gewinnspiel

Auch auf meinem Blog habt ihr die Möglichkeit, ein weiteres Los für den Lostopf zu sammeln. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist meine Frage zu beantworten und schon landet ihr im Lostopf. Gewinnen könnt ihr:

1. Preis - 2 x 1 eBook im Wunschformat
2. Preis - 10 x 1 Lesezeichen von Band 1 und 2


 

Dafür müsst ihr nur folgende Frage beantworten:

Stellt euch vor, ihr hättet eine Sprachstörung. In welcher Situation würde sie euch am meisten stören/bedrücken?



Das Kleingedruckte:

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 14.3.2016 um 23:59 Uhr.

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8 Kommentare

  1. Guten Morgen,
    danke für den interessanten Beitrag. Ein Leben mit einer Sprachstörung stelle ich mir schwer vor. Eine schwierige Frage, wenn man selbst nicht betroffen ist. Vor allem in Situationen, bei denen ich neuen Leuten gegenübertreten müsste, die mich nicht kennen und nichts von meinem Sprachproblem wissen, würde ich mich sehr unwohl fühlen, würde sie mich wohl am meisten stören.
    LG Christine

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  2. Vor allem würde es mich belasten, wenn ich Fremde ansprechen muss und bei Vorstellungsgesprächen.

    LG Martina

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  3. Hallo,

    Mich würde die Sprachstörung besonders stören, wenn ich neu in der Klasse bin, bei Vorstellungsgesprächen und in einer Notsituation wo ich erklären müsste was wo wie wieso...

    Grüße
    Tanya

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  4. Huhu!

    Es ist zwar keine richtige Sprachstörung, aber ich verhaspele mich manchmal beim Reden, weil ich im Kopf schon viel weiter bin, als mit dem Reden selbst. Das ist besonders unangenehm auf der Arbeit, zum Beispiel im Kundenkontakt oder wenn man ein Thema mit dem Chef bespricht.

    LG, Insi

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  5. Guten Abend,
    vielen Dank für deinen Beitrag. Es war sehr informativ und interessant.
    Ich glaube bedrücken würde es mit im gesamten Leben. Besonders stören würde es mich, wenn ich einkaufen bin oder etwas essen gehe. Ich glaube, es würde mich in so vielen Sachen hemmen.
    Liebe Grüße
    Jeannine M.

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  6. Ich glaube es würde mich in wichtigen Situationen behindern. Im Beruf oder wenn ich meinen absoluten Schwarm treffe und mich blamiere.
    Liebe Grüße
    Martina Suhr

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  7. Ich glaube es würde mich in wichtigen Situationen behindern. Im Beruf oder wenn ich meinen absoluten Schwarm treffe und mich blamiere.
    Liebe Grüße
    Martina Suhr

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  8. Hallo,

    eine Sprachstörung würde mich am meisten stören, wenn ich fremde Menschen ansprechen müsste.

    LG
    SaBine

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