Rezension | Princess: Der Tag der Entscheidung - Valentina Fast

5/14/2016


Princess: Der Tag der Entschiedung | von Valentina Fast | Verlag: impress | erschienen am 03.03.2016 | Übersetzer: - | eBook | 326 Seiten | 3.99€ (D) Kaufen? Verlag  Amazon





Royal



Spin Off: Princess. Der Tag der Entscheidung


**Eine rebellische Prinzessin kurz vor der Prinzenwahl**


Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel, lässt seine royalen Kinder seit Anbeginn der Zeiten im Verborgenen aufwachsen. Das gilt nicht nur für den Prinzen, der gerade eine aufwendige Prinzessinnenwahl durchlaufen musste, sondern auch für seine Schwester Evelina, deren Prinzenwahl noch bevorsteht. Nur leider ist Evelina alles andere als eine typische Prinzessin und kein Mädchen, das sich gerne versteckt hält. Und dennoch ist es ausgerechnet ein Maskenball, der ihr den Weg in die Freiheit zeigen wird...  (Quelle: Verlag)

Es fällt mir so schwer, dieses Buch zu rezensieren. Ebenso schwer, wie es mir fiel, dieses Buch zu lesen, weshalb das ganze wahrscheinlich so lang gedauert hat. Aber aufgrund der Tatsache, dass dieses Buch ein Rezensionsexemplar ist und ich es folglich lesen und rezensieren muss, hieß es Zähne zusammenbeißen und durch. Nach diesen beiden Sätzen ist es klar: Ich mochte das Buch nicht. Und das, obwohl ich von der Hauptreihe – Royal – ein so großer Fan war. Auch wenn mich die Reihe anfangs etwas an Selection erinnert hat und ich in der Mitte oft genervt von dem hin und her Phillips und Tanyas war, hat mich die Reihe letztendlich sehr zufrieden zurückgelassen und gerne denke ich an die sechs Bücher zurück, die mich über mehrere Monate hinweg begleitet und begeistert haben. Nach dem letzten Buch war ich auch gar nicht so traurig, denn ich wusste ja, dass Princess erscheinen würde und, dass es ein Spin-Off der Royal-Reihe ist. Ich war glücklich, als es auf meinem eReader war und umso enttäuschter, als das Buch selbst mich dann enttäuscht hat.

Das Buch erzählt die Geschichte von Evelina. Sie ist die Prinzessin von Viterra und so die Schwester des Prinzen. Aus ihrer Sicht erfahren wir zeitlich gesehen von der ganzen Spanne der Prinzessinnenwahl. Das war für mich irgendwie schon mal ein kleiner Schock, denn ich mag es nicht, wenn Bücher schon bekanntes noch einmal aus einer anderen Sicht aufrollen und irgendwie, war das aus dem Klappentext heraus auch gar nicht ersichtlich. Außerdem hatte ich fest erwartet, dass die Handlung nach dem 6. Royalteil spielt und Evelinas Prinzenwahl auch seinen Platz im Buch einnimmt. Ich wollte außerdem mehr davon erfahren, wie sich Viterra nach den Geschehnissen entwickelt hat und wurde auch in dieser Hinsicht enttäuscht.

Es kommt ja tatsächlich häufiger vor, dass Bücher ganz anders sind als aus dem Klappentext ersichtlich und doch können sie den Leser oft trotzdem begeistern. Aber auch, wenn sich Princess ebenso anders entwickelt hat, mochte ich diese andere Handlung ebenfalls gar nicht. Evelina ist eine absolut nervige Protagonistin und sie handelt im Buch so widersprüchlich und passiv, dass ich mich ernsthaft fragte, weshalb sie überhaupt Protagonistin ist. Es gibt tatsächlich nichts, was die Handlung vorantreibt und nichts, was sie aktiv am Geschehen ändert, sodass das Ende genau so eintritt, wie es am Ende von Band 6 eben eintritt. An den entscheidenden Punkten tut sie nichts und ist für mich irgendwie absolut überflüssig.


Dadurch wurde das Buch auch – so böse es jetzt auch klingt – für mich überflüssig. Ich mag locker e und leichte Bücher, wie man sie in der Royal Reihe findet sehr gerne. Neben Fachlektüren und Büchern, die tief gehen, braucht es diese auch mal und ich mag sie nicht wegdenken. Aber trotzdem brauchen auch diese Bücher für mich einen Mehrwert. Auch wenn dieser nur darin besteht, die Handlung fortzuführen und/oder zu einem Ende zu bringen. Genau das hatte Princess nicht, denn wir erfahren rein gar nichts neues aus der Welt von Viterra, mehr als ein bisschen Zeit verstreichen lassen, kann das Buch also leider nicht. In meinen Augen ist das Buch auch kein Spin-Off. Spin-Offs sind für mich Bücher, die an Hauptreihen anlehnen (zum Beispiel mit einem anderen Protagonisten) und dabei weder die Hauptreihe spoilern noch tief inhaltlich mit dieser verwurzelt sind. Priincess ist einerseits sehr stark mit Royal verflochten und spoilern tut es so stark, dass man tatsächlich die gesamte Royal-Reihe gelesen haben muss. 

Princess hat mich sehr enttäuscht. Nicht nur, dass das „Spin-Off“ stark spoilert und mehr eine Reihennacherzählung aus einer anderen Sicht ist. Die Protagonistin ist unsympathisch und bringt die Handlung nicht voran und noch dazu lässt sich kein Mehrwert aus dem Buch ziehen. Das einzige positive ist der kurzweilige Schreibstil von Valentina Fast, der in diesem Buch genauso gut war, wie in der Royal Reihe. Princess hat mir definitiv erst einmal die Lust auf Spin-Offs genommen und ich freue mich mehr auf die neue Reihe der Autorin.




Vielen herzlichen Dank an impress für das *Rezensionsexemplar.

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